Paare und Wohneigentum

By | 17. Mai 2015

Viele Liebespaare träumen vom Leben in den eigenen vier Wänden, egal ob Kauf einer Immobilie oder Bau seines Wunschhauses. Doch laut Statistik trennen sich unverheiratet Paare in Deutschland nach ca. 7 Jahren und Verheirateten Paare lassen sich im Durchschnitt nach ca. 25 Jahren voneinander Scheiden.

coupleBei Eheleuten ist eine Trennung finanziell gesehen kein Grund zur Panik, denn hier tritt das gesetzliche Erbrecht in Kraft. Anders verhält es sich jedoch bei ehelosen Partnerschaften, hier gilt keinerlei gesetzliche Regelung des Wohneigentums. Deshalb ist es gerade bei ehelosen Partnerschaften wichtig, einen so genanten Partnerschaftsvertrag aufzusetzen, der im Fall einer Trennung den Besitz der Immobilie regelt. Denn ohne Vertrag ist später meist mit finanziellen Einbußen und Streit um die Immobilie zu rechnen. 

Ein Musterbeispiel dieses Vertrages finden sie hier:
partnerschaftvertrag

Partnerschaftsvertrag mit Immobilie das sollte beachten werden !

Was passiert mit der Immobilie / Auszahlung, Verkauf oder Bruchteilseigentum?
Wer kommt für die evtl. noch anfallenden restlichen Kredit-raten der Immobilie auf?
Was erhält den Nachlass des Partners, wenn die Partnerschaft durch Tod endet?
Wer bekommt den gemeinschaftlich gekauften Hausrat?

Verheiratete Paare und die Regelung des Wohneigentum

Anders verhält es sich bei verheirateten Paaren, hier sind die Eigentumsverhältnisse durch den Gesetzgeber geregelt. Denn hier steht dem Ehepartner im Fall einer Scheidung eine Auszahlung der Hälfte des Immobilienwertes oder aber ein lebenslanges Wohnrecht zu. So fällt auch im Todesfall dem Ehepartner die Hälfte vom Wohneigentum zu, doch auch hier kann durch einen notariell beglaubigten Ehevertrag anders ausgehandelt werden.

Vorsicht bei Verlobung und Immobilien Kauf/Bau

Denn verlobte Paare können unter Umständen auf Entschädigung klagen. Wenn der Partner beispielsweise extra seinen Arbeitsplatz kündigt und sein gesamtes Kapital in die Immobilie am neuen Wohnort mit einbringt, so muss unter Umständen eine Ausgleichszahlung entrichtet werden. Dieses wird jedoch vor Gericht von Fall zu Fall individuell entschieden.